IR Notes

Gemeinsam am Aufbau eines sozialen Europas arbeiten

Eine unabhängige, zuverlässige und unparteiische Informationsquelle zu Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht in Europa.

IR Notes 44 – Die Europäische Kommission verzichtet darauf, den sozialen Aspekt ihrer neuen Luftfahrtstrategie anzugehen

  IR Notes 44 – 16 Dezember 2015
www.irshare.eu
 
 
  Über IR Share

IR Share bietet Zugriff auf Informationen, Dokumentationen und Fachwissen für Personalmanager und Arbeitnehmervertreter. IR Share arbeitet mit Online- Veröffentlichungen, Arbeitsgruppen, themenspezifischen Schulungen und einem Expertennetzwerk.


Das Team: Diese Ausgabe wurde erstellt bei Frédéric Turlan. Erfahren Sie mehr über das IR Share-Teamauf unserer Website.


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+33 (0)6 81 41 53 95

 
  Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,

und hiermit wären wir nun bei der letzten Ausgabe für dieses Jahr. Der nächste Newsletter erscheint am 13. Januar 2016 und feiert damit gleichzeitig sein zweijähriges Bestehen. Auch im neuen Jahr wird der Newsletter IR Notes seinen inzwischen mehr als 600 Abonnenten in ganz Europa klare, anschauliche und ausgewogene Informationen bieten und den Akteuren des sozialen Dialogs damit wichtige Informationen auf einen Blick liefern. Nach Auswertung unserer Umfrage werden wir wieder auf Sie zukommen, damit wir die gewonnenen Erkenntnisse entsprechend umsetzen können. Auf jeden Fall werden wir den Zugang zum Archiv erleichtern. Da die Umfrage anonym durchgeführt wurde, konnten wir uns nicht mit denen unter Ihnen in Verbindung setzen, die sich angeboten haben, uns bei der Verbreitung des Newsletters zu unterstützen. Ich würde mich daher freuen, wenn Sie und alle anderen Leser mich direkt kontaktieren (unter + 33 6 81 41 53 95, auf Englisch, Deutsch oder Französisch). Wir brauchen Ihre Unterstützung, damit die völlige Unabhängigkeit dieses Informationsmittels gewahrt bleibt.  Im Namen des gesamten Teams, das alle zwei Wochen sein Bestes für Sie gibt, wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr – möge 2016 von mehr Solidarität und Brüderlichkeit geprägt sein.


Vielen Dank für Ihre Treue!


Frédéric Turlan
Direktor von IR Share

 
  Agenda

11. Januar
Brüssel
Sitzung des parlamentarischen Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten


31. März
Lissabon
Abschließender Workshop des europäischen Projekts „Managing transnational employee representation“, ausgerichtet von den Projektpartnern Astrees, IR Share und FNV Formaat/SBI, mit Empfehlungen zur Handhabung transnationaler Fragen, zur Abstimmung der nationalen und europäischen Unterrichtungs- und Anhörungsverfahren sowie zur Behandlung vertraulicher Informationen.

 

IR Notes erscheint alle 14 Tage in mehreren europäischen Sprachen und wird von IR Share und seinem Expertennetzwerk herausgebracht. Dieser Newsletter bietet ein europaweites Monitoring zu Arbeitsrecht, Arbeitsbeziehungen und Beschäftigungspolitik. Er kann für einen Betrag von monatlich 15,00 Euro zzgl. MwSt. auf der IR Share-Website abonniert werden. 
IR Share ist ein unabhängiges und nicht parteigebundenes Privatunternehmen, das alle Akteure des sozialen Dialogs in Europa und darüber hinaus informieren und unterstützen will. IR Share stellt seit 2009 die Frankreich- und Luxemburg- Korrespondenten der Dubliner Stiftung (Eurofound) und seit 2014 auch für Bulgarien.

 

In den Schlagzeilen
Die Europäische Kommission verzichtet darauf, den sozialen Aspekt ihrer neuen Luftfahrtstrategie anzugehen

Die Zielsetzung des Präsidenten der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker, für Europa ein „AAA“-Rating im sozialen Bereich zu erreichen, scheint nicht von allen Generaldirektionen der Kommission unterstützt zu werden. Denn in ihrer am 7. Dezember beschlossenen neuen Luftfahrtstrategie für Europa (siehe Pressemitteilung und Mitteilung, auf Englisch) werden die Erwartungen der europäischen Sozialpartner und des Europäischen Parlaments bei weitem nicht erfüllt. Parallel zu den im Sektor vorgenommenen Umstrukturierungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit werden in der Strategie zunächst „neue Wirtschafts- und Beschäftigungsmodelle“ hervorgehoben wie die „Multiplikation von Heimatbasen (home bases)“,  die „Rekrutierung von Flugpersonal über Agenturen“ (ohne zu präzisieren, dass es sich um Zeitarbeitsfirmen handelt), „neue atypische Beschäftigungsformen“ (ein Konzept, das vor allem auf die Scheinselbständigkeit abzielt) oder Vergütung nach Flugzeit. Diese Missstände, die von den europäischen Sozialpartnern im Rahmen ihres Berichts über atypische Beschäftigung sowie durch eine Entschließung des Europäischen Parlaments (siehe IR Notes 42), und eine Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses konstatiert werden, beunruhigen die Kommission nicht weiter. Sie kündigt lediglich eine „fortgesetzte Überwachung“ und einen regelmäßigen Austausch von Informationen zwischen der Kommission, den Mitgliedstaaten und den Interessengruppen  an, um „zu einem besseren Verständnis dieser neuen Entwicklungen beizutragen und faire Arbeitsbedingungen im Sektor zu garantieren”.  An keiner Stelle spricht die Kommission vom ursächlichen Zusammenhang zwischen der Entwicklung diesen neuen Beschäftigungsformen und der Flugsicherheit, anders als die Europäische Agentur für Flugsicherheit oder der EWSA. Aufgrund der Konflikte, die „die Situation der extrem mobilen Arbeitnehmer, die ihre Heimatbasis (home base) außerhalb des Gebiets haben, in dem die Fluggesellschaft zugelassen ist“, in Bezug auf das Arbeitsrecht und das Recht auf soziale Sicherheit birgt, verdient diese Sachlage der Kommission zufolge „besondere Aufmerksamkeit“. Allerdings wird sich dies auf die Herausgabe eines Praxisleitfadens beschränken, um „Klarheit über das anwendbare Arbeitsrecht und die zuständigen Gerichtsbarkeiten in Streitfällen zu bringen“. Anne Demelenne, Berichterstatterin der EWSA-Stellungnahme vom September zum Sozialdumping in der europäischen Zivilluftfahrt, reagiert darauf, indem sie mit Verweis auf die Empfehlungen in der Stellungnahme daran erinnert, die Anstrengungen bei der Bekämpfung von Sozialdumping zu intensivieren. Von Gewerkschaftsseite hat die Europäische Gewerkschaftsföderation ETF ihre Unzufriedenheit über die Vorschläge und vorgeschlagenen Maßnahmen der Kommission im sozialen Bereich zum Ausdruck gebracht (siehe Pressemitteilung der ETF). Eine Haltung, die der europäische Pilotenverband ECA teilt (siehe Pressemitteilung).


1. Europäische Union
Aktuelle soziale Themen

  • Urheberrecht und Online-Inhalte: Als Folgemaßnahme ihrer Strategie für einen digitalen Binnenmarkt vom 6. Mai stellte die Europäische Kommission am 9. Dezember einen Vorschlag für eine Verordnung vor, die es EU-Bürgern ermöglicht, unterwegs überall in Europa  auf ihre Online-Inhalte zuzugreifen, die sie daheim gekauft oder abonniert haben. Ferner stellte sie eine Mitteilung „Für einen moderneren und europäischeren Urheberrechtsrahmen“ zur Modernisierung der europäischen urheberrechtlichen Vorschriften vor.

  • Vertretung von Frauen in Aufsichtsräten: Die Arbeitsminister der 28 Mitgliedstaaten konnten sich am 7. Dezember nicht auf einen Vorschlag für eine Richtlinie zur Vertretung von Frauen in Aufsichtsräten einigen. Der Text fordert einen Anteil von 40 % des unterrepräsentierten Geschlechts in den Leitungsorganen börsennotierter Gesellschaften bis 2020 (2018 für öffentliche Unternehmen). Trotz der vom luxemburgischen Ratsvorsitz vorgeschlagenen Lockerungen haben mehrere Länder geltend gemacht, dass der Vorschlag nicht mit dem Subsidiaritätsprinzip vereinbar sei.

  • Eine Vereinbarung zugunsten von Langzeitarbeitslosen: Die Arbeitsminister der EU-28 haben am 7. Dezember einen Vorschlag für eine Empfehlung angenommen, in dem sie die Mitgliedstaaten zu einer besseren Unterstützung der Langzeitarbeitslosen aufrufen. Ihnen soll „spätestens 18 Monate nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes eine umfassende individuelle Bestandsaufnahme und Beratung angeboten werden”. Zu diesem Zweck soll ihnen eine „Wiedereinstiegs-vereinbarung“ angeboten werden, die „mindestens ein personalisiertes Dienstleistungsangebot, das darauf ausgerichtet ist, eine Beschäftigung zu finden, und die Angabe einer zentralen Anlaufstelle“ enthält.

  • Mindestlohn: Der Ausschuss der Regionen hat am 3. Dezember eine Stellungnahme zu „Normen für das Arbeitsentgelt in der EU“ angenommen. Darin spricht sie sich für eine Maßnahme der EU aus, die Einführung eines Mindestlohns zu unterstützen. Der Ausschuss vertritt die Auffassung, dass die Mitgliedstaaten „einen gerechten Lohn [festlegen sollten], der sich an 60 % des Durchschnittslohns als Richtwert orientiert und auf Referenzbudgets beruht, d. h. einem Paket von Waren und Dienstleistungen, die ein Mensch benötigt, um auf angemessenem Niveau zu leben, in Kombination mit einer Reihe entsprechender Beschäftigungsbestimmungen und –bedingungen“.


Sektoraler sozialer Dialog

2. Mitgliedstaaten
Belgien

  • Vorbereitung für die Personalratswahlen : Die Sozialwahlen, bei denen die Personalvertreter in den Betriebsräten und in den Ausschüssen für Gefahrenverhütung und Sicherheit am Arbeitsplatz neu gewählt oder in ihrem Amt bestätigt werden, finden vom 9. bis 22. Mai 2016 statt. Betroffen sind knapp über 6.800 Unternehmen und rund 1.690.000 Arbeitnehmer.


Frankreich

  • Europäische Entscheidung zum Tragen des Kopftuchs in einem öffentlichen Krankenhaus: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat am 26. November ein Urteil hinsichtlich der Entscheidung eines öffentlichen Krankenhauses erlassen, den befristeten Arbeitsvertrag einer Sozialarbeiterin nicht weiter zu verlängern. Trotz Beschwerden von Patienten und Warnungen seitens der Krankenhausleitung weigerte sie sich, das Kopftuch abzunehmen. Der Gerichtshof befand, dass die Entscheidung, den Arbeitsvertrag nicht zu verlängern, Artikel 9 der Europäischen Menschenrechts-konvention nicht entgegenstehe, in dem das Recht auf Religionsfreiheit festgelegt ist. Laut Gerichtshof bedeutet diese Entscheidung zwar eine Beeinträchtigung der Freiheit, seine Religion zu bekennen, sie sei jedoch aufgrund der Neutralitätsverpflichtung von Angestellten im öffentlichen Dienst gerechtfertigt und angemessen.


3. Unternehmen
Europäische Betriebsräte

UniCredit: Der Betriebsrat der italienischen Großbank UniCredit hat auf der Sitzung vom 17. November eine Erklärung angenommen. Bei der Sitzung ging es um die Ankündigung der Unternehmensleitung, ihren Strategieplan 2013-2018 zu aktualisieren und bis 2018 18.200 Arbeitsstellen abzubauen, um 1,6 Mrd. Euro einzusparen. Die europäischen Arbeitnehmervertreter fordern „strikt, dass alle Initiativen des Strategieplans zur Abschaffung von Arbeitsplätzen aus Tarifverhandlungen in den jeweiligen Ländern resultieren müssen.“ Der EBR von UniCredit kündigte an, er werde wachsam sein und sich auf „die neu gebildete Gewerkschaftsallianz von UniCredit“ stützen, um gegebenenfalls auf transnationaler Ebene Aktionen durchzuführen.



  • Air France-KLM: Auf ihrer Plenarsitzung am 15. Oktober haben die EBR-Mitglieder des europäischen Konzerns Air France-KLM ihre Unzufriedenheit gegenüber der Unternehmens-leitung zum Ausdruck gebracht. Anlass war „die mangelnde Wertschätzung, die ihnen entgegengebracht wurde, da ihnen die vor der Sitzung vorzulegenden Vorbereitungsunterlagen unvollständig übergeben wurden“. Die niederländische Delegation machte ihr Missfallen sogar durch ihre Nichtteilnahme an dieser Sitzung deutlich. Im letzten Mai hatte der Betriebsrat ein Gutachten zu einer geplanten Umstrukturierung der „Kundenkontaktzentren“ genehmigt, das von der französischen Beratungsagentur Secafi erstellt wurde.

  • Compagnie des Alpes: Der Europäische Betriebsrat von Compagnie des Alpes, einem im europäischen Freizeitmarkt führenden Unternehmen (knapp 5.000 Beschäftigte) tagte erstmalig am 30. November, 1. und 2. Dezember. Der Konzern betreibt 11 Skigebiete und 13 Freizeitparks (Walibi, Parc Astérix, Futuroscope etc.).

  • Sidel: Als Folge eines ausführlichen Schreibens des Europäischen Betriebsrats an die Konzernleitung, in der sich der EBR besorgt über die Zukunft des Unternehmens, insbesondere des Geschäftsbereichs PET-Flaschen äußerte, wurde der CEO des Konzerns ausgetauscht. Eine neue Sitzung war für den 15. Dezember anberaumt, in der Hoffnung, so der Betriebsrat, dass die Konzernleitung ihre Strategie ändert. Der neue CEO tritt sein neues Amt im Januar an.


Gewerkschaften

  • Volkswagen: Der internationale Gewerkschaftsverband IndustriAll Global hat bekannt gegeben, dass die Facharbeiter im VW-Werk (1.450 Beschäftigte) in Chattanooga (Tennessee) bei der Wahl am 3. und 4. Dezember dafür stimmten, sich von der amerikanischen Autogewerkschaft UAW vertreten zu lassen, die von der IG Metall unterstützt wird. Das Chattanooga-Werk ist somit das erste Werk eines ausländischen Autoherstellers in den US-Südstaaten mit einer Arbeitnehmervertretung (siehe Pressemitteilung).


4. Studien und Berichte

Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit: Hinter dieser komplexen Bezeichnung versteckt sich der Mechanismus, der es EU-Bürgern ermöglicht, sich ohne Verlust ihrer Rechte frei zwischen den Mitgliedstaaten zu bewegen; so werden beispielsweise bei der Rentenfeststellung die jeweiligen Beschäftigungszeiten in mehreren Mitgliedstaaten berücksichtigt.  Dieses System gründet auf zwei europäischen Verordnungen, die von den Autoren dieses neuen Nachschlagewerks eingehend analysiert werden. Bei den Autoren dieses didaktischen Werks, die bei ihrer Arbeit Artikel für Artikel durchgehen, handelt es sich um anerkannte Experten.  EU social security Law : A commentary on EU regulation 883/2004 and 987/2009EU social security Law : A commentary on EU regulation 883/2004 and 987/2009, Fuchs/ Cornelissen (dir.), 2015, éd. Nomos, Baden-Baden, 554 S., 178 €.



  • Ökologischer Wandel: Philipe Pochet (siehe Interview IR Notes 42) und Eloi Laurent vermeiden in ihrem Werk Katastrophen-Szenarien über das Ende unseres Planeten, die uns nicht zu einer Änderung unserer Verhaltensmuster motivieren. Vielmehr schlagen sie vor, eine tragfähige Verbindung zwischen dem ökologischen Wandel und der gleichzeitigen Forderung nach sozialem Fortschritt herzustellen. Sie plädieren für einen sozioökologischen Wandel als Antwort auf die Veränderung der Umwelt bei gleichzeitiger Förderung des sozialen Fortschritts.  Dieser Leitfaden ist die englische Übersetzung des französischen Essays zum sozioökologischem Wandel. Gleichheit, Beschäftigung, sozialer Schutz.

 

IR Notes

Eine Einführung

IR Notes ist ein unabhängiger, zuverlässiger und ausgewogener Informationsdienst zu Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht in Europa.

Dieser Newsletter erscheint in 6 Sprachen, ist im Abonnement erhältlich und bietet Ihnen Zugang zu prägnanten, zielgerichteten und praxisnahen Informationen zu den wichtigsten Themen des sozialen Europas und des transnationalen sozialen Dialogs.

Gemeinsam mit unseren Experten und nationalen Korrespondenten verfolgen wir einen dynamischen, praktischen und nützlichen Ansatz für das europäische Sozialmonitoring.

Dadurch wählen wir die relevantesten Themen aus, die als Quelle für fachübergreifende und inspirierende Ideen dienen.

Jede Ausgabe enthält:

  • Eine Interview mit einer Expertin oder einem Experten aus dem Bereich der Arbeitsbeziehungen, die/der eine ganz eigene Perspektive auf aktuelle soziale Fragen, Vereinbarungen oder Best-Practice-Beispiele einbringt.
  • Aktuelle Informationen über Entwicklungen in der EU-Gesetzgebung und der Rechtsprechung.
  • Monitoring der arbeitsrechtlichen Entwicklungen in den EU-Mitgliedstaaten.
  • Berichte über die neuesten Entwicklungen bei den Europäischen Betriebsräten und den SE-Betriebsräten.
  • Schließlich hält IR Notes Sie über die wichtigsten Studien und Forschungsarbeiten aus der Arbeitswelt auf dem Laufenden.

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